Schueler

Straßburg

Die etwas andere GFS

Die Woche vor dem langen Wochenende Ende Mai startete für uns, die Schüler der zehnten Klassen, anders als sonst: Wir trafen uns am Bahnhof, um nach Straßburg zu fahren und dort zum einen die Stadt und zum anderen den Europarat zu besichtigen. Die Klasse 10d, unsere Klasse, ging schon vor den anderen los da wir, Sebastian und Jakob, im Rahmen unserer GFS den Ausflug nach Straßburg organisierten.
Nachdem auf dem Weg nach Straßburg alle Mitschüler nach und nach zu gestiegen waren und wir in Straßburg ankamen gingen wir zuallererst mit Frau Mochel und Frau Westermann, unseren begleitenden Lehrern, durch die Stadt. Entlang der Ill gingen wir durch die Petite France, das kleine, schöne alte Fachwerkviertel, zum Münsterplatz, wo wir erst einmal Freizeit hatten um die Stadt und ihre Straßen und Gässchen auf eigenen Faust erkunden zu können.

Dies bestand bei den meisten zum Glück nicht nur darin in der Stadt herum zu schlendern und Verkäufern überteuerten Ramsch ab zu kaufen oder einem Kurzweiligen jedoch nicht allzu bildungsfördernden Seifenbläser zuzuschauen, dafür hatte Frau Mochel gesorgt:
Wir sollten immer in Paaren zu einem bekannten Platz oder Ort in der Stadt gehen, um ein Foto zu machen und uns zu informieren, um am nächsten Tag eine Präsentation halten zu können.

Nach der Freizeit gingen wir gemeinsam weiter zum Hauptsitz des französisch-deutschen Fernsehsenders “Arte”, wo wir, Sebastian und Jakob, unsere Präsentation über “Arte” hielten. Als das vollbracht war, gingen wir weiter in den Park, wo wir ein sehr leckeres Picknick genossen hatten und uns anschließend auf dem Spielplatz noch einmal richtig und ausleben durften.

Nach der langen und gemütlichen Pause im Park ging es nun zum Europarat. Schon der Einlass war etwas Besonderes, da man wie am Flughafen kontrolliert wurde bzw. Eher noch strenger. Innen gab es eine Führung die mit der Aussage: „Toutes les personnes qui me comprennent mettent leur main gauche au front“ (Alle die mich verstehen legen bitte ihre linke Hand auf ihre Stirn)(1/3 der Schüler hatte die Hand auf der Stirn, ein weiteres Drittel immitierte diese, ohne genau zu wissen warum sie das taten). Nach einem Film, in welchem die Aufgaben des Europarats (nicht zu verwechseln mit dem Europaparlament) erklärt wurden, gingen wir in den großen Saal und die Liebe Dame die für unsere Führung und unser Wohl zuständig war erzählte uns, wie der Europarat finanziert wird, was beschlossen werden kann und welche Probleme bei solchen Gesprächen auftreten können.

Als die Führung vorbei war, begaben wir uns auf den Heimweg mit der Tram. Um noch eine weitere Besonderheit zu erleben, fuhren wir nicht wie die anderen zehnten Klassen zum Bahnhof und von dort mit dem Zug, sondern fuhren mit der frisch eingeweihten Tram über den Rhein nach Kehl. Von dort ging es nach Offenburg und nach diesem langen Tag gingen alle braungebrannt und mit neuem Wissen und neuen Impressionen nach Hause.

Der Tag in Straßburg war nicht nur wegen des Europarats ein schönes Erlebnis sondern vor allem die gemeinsame Zeit mit den Klassenkameraden außerhalb des Unterrichts tat allen Beteiligten gut und sorgte für einen perfekten Start in die Schulwoche.

 

Jakob Bohnert und Sebastian Köhler