Schueler

Kaiseraugst

Oken auf Exkursion zur Römersiedlung Kaiseraugst in der Schweiz:

Erst “Altersheim” für Veteranen, später blühendes Wirtschaftszentrum

Kaiseraugst/Offenburg. Ab in die Antike – so lautete kürzlich das Motto der Klasse 6c, 6d und der Lateingruppe Klasse 9 und los ging´s mit zwei Bussen und knapp 80 Schülern des Oken-Gymnasiums nach Kaiseraugst, eine ehemals bedeutende Römerstadt in der Nähe von Basel. Dort warteten die eindrucksvollen Ausgrabungen von Augusta Raurica, einer römischen Koloniestadt, die als “Altersheim” für Veteranen der römischen Armee gegründet wurde, sich in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten aber zu einer blühenden Handels- und Gewerbestadt mit 20000 Einwohnern entwickelte, in der wie bei ihrem Vorbild Rom eine Curia (Rathaus), Foren (Märkte), Tempel, Basiliken (Einkaufszentren), Theater, Thermen und Handelshäusern zu finden war2n.

Auf den Zuschauerrängen des guterhaltenen Theaters sitzend erhielten die Ausflügler von den Schülerexperten Patrick Fix, Kevin Janzen, Simon Brudy und Zino Seubert mit bunten Plakaten einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Römersiedlung am Rhein. Gutinformiert und ausgerüstet mit Aufgaben und Orientierungsplan machten sich bei strahlendem Sonnenschein danach alle Exkursionsteilnehmer in Kleingruppen auf den Weg durch das großzügig angelegte und hervorragend erschlossene Ausgrabungsgelände, um noch mehr und Genaueres über die faszinierende Kultur der alten Römer im Norden der Schweiz zu erfahren.
Die für den Ausflug verantwortlichen Lehrkräfte Lutz Rolker, Silke Schmitt, Ira Kalt, Aaron Ammann und Norbert Wickert standen den Schülern, die mit Orientierungs- oder Verständnisdefiziten zu kämpfen hatten, mit hilfreichen Tipps bereitwillig zur Seite. Trotz warmer Witterung und weiter Wege hatten am Ende alle ihre Aufgaben mit Bravour gemeistert. Auf der Rückfahrt gab es in den Bussen nur erschöpfte, aber zufriedene Gesichter. Und noch etwas fiel auf: Während auf der der Hinfahrt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Schüler noch den Smartphones galt, entwickelte sich die Rückfahrt zum leidenschaftlichen Austausch untereinander über einen gelungenen Ausflug und tolle Erlebnisse.

N. Wickert