Schueler

J1 im Besucherbergwerk

Der Kooperations-Geographie Leistungskurs von Herrn Woll der Jahrgangsstufe 1 begab sich am 12.04.16 auf den Weg ins Besucherbergwerk „Segen Gottes“ nach Haslach. Nachdem wir um 13.55 Uhr in Haslach angekommen und per Fußweg ans Bergwerk gelangt sind, wurden wir dort sehr freundlich begrüßt. Sofort wurde uns gezeigt wo wir Gummistiefel, Helme und Jacken anziehen konnten da diese Ausrüstung Voraussetzung für die Besichtigung war. Danach wurden wir von unserem Bergführer Ernst Moser empfangen, der uns auf  dem Weg zum Eingang zuerst einige Gesteinsarten vorstellte und uns dann in die Geschichte des Bergwerkes einführte.

Er erzählte uns wie es dazu kam, dass die Silbergrube für Besucher zugänglich gemacht wurde: ein wichtiger Teil davon war, dass man sich dazu in einem langen hin und her die Rechte des Fürsten Heinrich zu Fürstenberg beschaffen musste, um das Bergwerk 1999 weiter ausbauen zu dürfen. Zusätzlich hat er uns anhand des Grubenplans gezeigt, wie die Stollen im Berg zueinander liegen und wo wir uns die nächsten eineinhalb Stunden der Führung befinden werden.

Nach dieser kurzen Einführung und dem typischen Bergmannsgruß “Glück auf!”, sind wir gemeinsam in das Bergwerk, wie der Bergmann sagte, “eingefahren”. Zuerst ging es ca. 90m durch den sogenannten Erbstollen eng geradeaus, bis wir an eine Einmündung gelangten, in der ein Förderwagen stand. Herr Moser erklärte uns anschließend, dass man diese auch als Hund bezeichnet, da bei Bewegung Hundelaute entstanden sind. Weiter ging es zu einer Abzweigung. Links davon wurde uns eine original erhaltene Pumpe gezeigt, rechts davon lag ein Gang mit Stalagtiten, Stalagmiten und in Wasser konservierten Hölzern. Danach führte uns eine kleine Leiter nach oben in den Erzgang. Dort sahen wir wunderschöne Fluoride und Mineralienformationen in der Wand und an der Decke. Besonderheit: Grad der Blaufärbung des Fluorids ist in keinem anderen Bergwerk so hoch. Danach sind wir gegenüber dem Erzgang eine lange und steile Treppe hinaufgestiegen. Oben angekommen, befanden wir uns wenige Meter unterhalb einer Straße, die durch den Schwarzwald führt (Auf welcher wir später zurückgelaufen sind). Eine weitere wichtige Station war der Rotgüldengang, eine wichtige Abbauformation. Die Besonderheit des Rotgüldengangs war eine ursprünglich weiße Lampe, die durch den im Gestein enthaltenen roten Farbstoff rotes Licht erzeugt. Nach vielem Quetschen, vielen Pfützen, Kurven und einigen Höhenmetern mehr, sind wir im oberen Stollen angekommen. Da dieser Bereich während dem Krieg auch als Sicherheitsbunker gebraucht wurde, haben viele Menschen die Situation ausgenutzt um eigennützig Mineralien zu entwenden.

Zum Schluss ging Herr Moser auf unsere Frage ein, weshalb die Gänge so niedrige Decken haben. Er erklärte uns, dass die Bergmänner damals nur zwischen 1.30 – 1.50m groß waren. Dies lag daran, dass sie von klein auf nur selten das Tageslicht zu Gesicht bekamen und ständig monotone Arbeiten ausführen mussten. Dies hatte zur Folge, dass ihr Körper kein Vitamin D produzieren konnte, und die Knochen sich somit nicht vollständig entwickeln konnten. Hinaus gelangt sind wir jedoch nicht durch den Bergmanns Ausgang, sondern durch einen für die Besucher errichteten Ausgang.

Lisa-Marie Baumert & Luca Maria Hummel

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