Schueler

HB: Oken-Schüler fahren nach Berlin

Sieg im Landesfinale bei »Jugend trainiert für Olympia«

“Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin”, skandierten am Mittwoch die Oken-Handballer. Im Wettkampf III gelang den Offenburgern beim Heimturnier in der Nordwesthalle der Sieg beim Landesfinale von »Jugend trainiert für Olympia«, der das Ticket zum Bundesfinale nach Berlin bedeutete. […]

Marius Schweickhardt hat Erfahrung. Der Oken-Sportlehrer, der seit 2009 nunmehr vier Mannschaften nach Berlin geführt hat, wusste, auf was es ankommt. »Am Ende eines langen Tages entscheiden Wille und Frustrationsgrenze.« So war es auch. Nachdem seine Jungs mit 13:7 gegen Sandhausen und 16:9 gegen Beilstein durch die Vorrunde spaziert waren, nur im bedeutungslosen Spiel gegen Wangen (14:14) einen Punkt abgaben, auch das Halbfinale gegen Mannheim (16:12) klar dominiert und im Finale gegen Göppingen schon 8:4 geführt hatten, riss der Faden. Ein paar unglückliche Aktionen im Angriff, dazu Konzentrationsmängel, und plötzlich war Göppingen im Spiel und vorn. Am Ende hieß es 13:13 – Verlängerung: Zwei Mal lag das Team Oken zurück, doch die Offenburger konterten und erzielten Sekunden vor Abpfiff das 16:15 – es war das Ticket nach Berlin.

»Nervenaufreibend«, stöhnte Marius Schweickhardt nach der Partie und freute sich, dass seine Mannschaft den Heimvorteil nutzen konnte. »Zudem waren wir ausgeglichener als die anderen«, lobte er sein Team, das zwar von einem starken Schutterwälder Block (Kevin Heuberger, Johannes Fischer, Luca Haß) profitierte, »doch wir waren insgesamt sehr gut aufgestellt«.

Zum Erfolg des Teams trug auch eine klasse Betreuung bei. Neben den Oken-Lehrern Schweickhardt und Steffi Battault zählt dazu auch Erich  Quarti, Lehrer an der Theodor-Heuss-Realschule, und Julian Seigel. Seine Bufdi-Stelle wird von der Stadt Offenburg mitfinanziert. »Ganz wichtig für uns«, so Schweickhardt.

Nun geht es an die Planungen für das Bundesfinale vom 2. bis 5. Mai in Berlin, doch noch hat Schweickhardt ein Problem. »Wir würden gerne alle 14 Spieler mitnehmen, leider werden nur elf bezahlt. Jetzt müssen wir schauen, ob wir das noch hinbekommen.« [..]

Auszug dem Offenburger Tageblatt, vom 23. März 2017 (Autor: Michaela Quarti)