Schueler

Gotteshäuserprojekt

Thementage: Gotteshäuserprojekt der 8. Klassen

Besuch der Moschee Offenburg

Im Rahmen der Thementage besuchte die Klassenstufe acht verschiedene Gotteshäuser.

Als wir am ersten Tag an der Moschee ankamen, trafen wir auf einen gläubigen Muslim, der uns seine Religion näherbrachte.  Erst zeigte er uns die Besonderheiten der Moschee von außen. Auf dem Dach sahen wir das Minarett, einen verzierten Turm, von dem der Muezzin zum Gebet ruft. Heute übernehmen das aber meistens Lautsprecher. Danach wurde uns die Cafeteria gezeigt, in der auch oft Versammlungen abgehalten werden. Anschließend teilten wir uns in zwei kleinere Gruppen, damit wir alle in dem rituellen Waschraum Platz hatten. In diesem Raum waschen sich Muslime vor dem Beten, da sie rein sein müssen. Nachdem wir den Waschraum erkunden durften, sind wir in den Gebetsraum gegangen. Davor mussten wir unsere Schuhe ausziehen. Es war ein prächtig verzierter Raum, in dem zum Beispiel ein großer Kronleuchter die Mitte des Raumes schmückte. Männer und Frauen beten hier getrennt. Dort sang der Imam zwei Suren und wir hörten zu. Uns hat der Aufenthalt sehr gefallen, nicht zuletzt aufgrund des bequemen Teppichs im Gebetsraum.

 

Besuch des evangelischen Gemeindezentrums Weier

Im evangelischen Gemeindezentrum wurden wir von Pfarrerin Jutta Wellhöner herzlich begrüßt. Sie zeigte und erklärte uns vieles über die evangelische Kirche. Besonders bemerkenswert war, dass alles sehr schlicht gehalten ist. Der Kirchenraum war ebenfalls auf das Wesentliche reduziert. Er war sehr hoch und mit viel Holz gebaut. Man konnte durch die Fenster die Natur betrachten, was an die Schöpfungsgeschichte anknüpft. Im Kirchenraum waren Stühle, ein Taufbecken, eine Orgel, ein Flügel und ein Altar, auf dem eine aufgeschlagene Bibel lag. Außerdem hingen über dem Altar ein großes hölzernes Kreuz und ein abstraktes Gemälde.

 

Besuch der Synagoge Freiburg

Am zweiten Tag der Thementage fuhren wir mit dem Zug nach Freiburg, um die Synagoge zu besichtigen. Das Wort Synagoge stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Haus der Zusammenkunft“. Dieses Haus dient als Treffpunkt sowie als soziales Zentrum. Somit befindet sich in diesem Gebäude nicht nur ein Raum für Gottesdienste, sondern auch ein Klassenzimmer und mehrere Büros. Der Kantor Moshe Hayoum zeigte uns den Gebetsraum der Synagoge. Er gab uns einen Einblick in das religiöse Leben der Juden, wie zum Beispiel dass jüdische Männer drei Mal am Tag beten müssen und Frauen von den Geboten der Thora entlastet sind. Außerdem zeigte er uns die Thora und sang einen Teil daraus vor. Der Kantor erzählte uns, dass Juden früher oft verfolgt wurden. So wurde die alte Synagoge in Freiburg zerstört, woran der heutige Platz der alten Synagoge erinnert. Es war sehr interessant, etwas über das Judentum zu erfahren und so gefiel dem Großteil unserer Klasse der Besuch der Synagoge am besten.

 

Besuch des Freiburger Münster

Das Münster ist die katholische Stadtpfarrkirche Freiburgs, die größtenteils im gotischen und romanischen Stil gebaut ist. Das Münster wurde von etwa 1200 bis offiziell 1513 erbaut. Heute ist das Münster formell eine Kathedrale, da sie 1827 Bischofssitz wurde (Ein Zeichen für den Bischof ist das Bischofskreuz über der neunten Glocke). Im jüngsten Teil des Münsters, welcher etwa 500 Jahre alt ist, gibt es von Familien gestiftete Seitenkapellen. Bei der Führung durch das Münster wurden uns Grabstellen gezeigt, die durch ihre Größe vom eigentlichen Boden unterschieden werden können. Unterirdisch befindet sich eine Krypta, in der sich die Gräber der verstorbenen Bischöfe befinden.

Uns hat das Gotteshäuserprojekt gefallen, da wir die verschiedenen Religionen kennenlernen konnten und vieles gelernt haben.

 

Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d