Schueler

KZ Struthof Besuch

Die neunten Klassen des Oken-Gymnasium im NS-Arbeitlager Natzweiler-Struthof:

Erinnerung an ungeheuerliche Grausamkeit und unvorstellbares Leid

Natzweiler-Struthof/Offenburg.  Welche schrecklichen Verbrechen es da  auf dem Struthof während des Zweiten Weltkrieges gegeben hat, lässt sich nur schwer in Worte fassen: Ungeheuerlich muss damals die Brutalität und Grausamkeit der Täter, unvorstellbar die Todesangst und Verzweiflung der Opfer gewesen sein. Seid Mai 1941 war das NS-Arbeitslager für tausende von unschuldigen Menschen sprichwörtlich die Hölle auf Erden.

“Menschenfresser” Hartmannsweilerkopf

Oken-Geschichtslehrer unterwegs auf einem Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges

Südvogesen/Offenburg. Es ging um erstaunlich wenig: Um einen 956 Meter hohen Berg, einen neugierigen Blick ins Rheintal und eine strategisch nicht unbedeutende Eisenbahnlinie. Der Preis dafür war verdammt hoch: ein kahlrasierter und durchlöcherter Berg und knapp 30 000 deutsche und französische Soldaten, die hier im Irrsinn des Krieges gewaltsam ums Leben kamen. Schauplatz des Geschehens war der Hartmannsweilerkopf, eine Bergkuppe in den Südvogesen, um die wegen ihrer exponierten und strategisch günstigen Lage mit Ausblick in die elsässische und Oberrhein-Ebene im Ersten Weltkrieg zwischen Deutschen und Franzosen erbittert gekämpft wurde.

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Landesmuseum

Zu Besuch bei den Römern…

Am 20.6.2012 ging die Klasse 6b mit Frau Uiker und Herrn Mertens nach Karlsruhe ins Badische Landesmuseum. Dort führte uns Frau Ammon durch die Abteilungen Ägypten, Griechenland und Rom. Es gab viele spannende Sachen zu sehen und wir bekamen alle unsere Fragen beantwortet.

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Thementage 2012

Aufwühlende Thementage der  9a am Oken im Juli 2012:

Juden im Nationalsozialismus – eine Geschichte unvorstellbaren Unrechts!

Offenburg. Unter dem Thema: Juden im Nationalsozialismus setzten sich die Schüler der Klasse 9c  drei Tage lang mit einem der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinander. Die Gelegenheit dazu bot sich im Rahmen der drei Thementage des Oken-Gymnasiums im Juli 2012. Nicht trockene Stoffvermittlung im Klassenzimmer, sondern intensive Auseinandersetzung mit diesem zwar heiklen, aber spannenden Thema vor Ort an ausgesuchten Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts machten die drei Tage zu einem nicht immer angenehmen, aber doch unvergesslichen Erlebnis.

Unter Leitung ihres Geschichtslehrers verbrachten die Beteiligten ihre Unterrichtszeit zum größten Teil außerhalb der Schule, meist auf Exkursionen ins Elsass und in die südliche Ortenau. Erstes Ausflugsziel war dabei Struthof in der Nähe von Natzweiler im Elsaß, ein von den Nazis angelegtes, von Frankreich später als Mahnmal für Brutalität und Grausamkeit des  NS-Terrors erhaltenes Arbeitslager. Als besonders eindringlich wird der dabei spürbare Kontrast zwischen der  herrlichen Bergwelt der Vogesen und dem grausamen Lagerleben der dort unschuldig eingepferchten und drangsalierten Insassen in Erinnerung bleiben. Bei der abschließenden Besichtigung der „Feste Wilhelm II.” im elsässischen Mutzig, einer Befestigungsanlage, die zu Kaiser Wilhelms Zeiten als unüberwindliches Bollwerk gegen den „ewigen” Erbfeind Frankreich geplant und für sündhaft viel Geld erbaut worden war, erhielten die Oken-Schüler einen sehr anschaulichen Einblick in die damals  hypermoderne Festungsarchitektur des nach Weltgeltung lechzenden Deutschen Kaiserreiches.ges_thementage2012_1

 

Am zweiten Tag ging es mit Bahn und Fahrrad ökologisch und sportlich in die südlichen Gefilde der Ortenau. Objekt der Begierde war hier vor allem die guterhaltene Synagoge in Kippenheim. Im neoromanischen Stil um 1852 fertiggestellt überraschte das jüdische Gotteshaus durch seinen unerwartet guten Erhaltungszustand. In der sogenannten „Reichskristallnacht” von NS-Schergen schwer in Mitleidenschaft gezogen und angezündet, verdankt das inzwischen als Ausstellungsraum genutzte Gebäude sein Überleben der damaligen Angst der Bevölkerung vor dem Übergreifen des Feuers auf die Häuser in der Nachbarschaft. Schlusspunkt des dreitägigen Exkursionsmarathons bildete der Abstecher zum imposanten Judenfriedhof in Schmieheim, einem Ortsteil von Kippenheim. Diese vor mehr als 300 Jahren gegründete Friedhofsanlage, die  über 2500 verstorbenen Juden eine letzte Ruhestätte bietet, bildete einen gelungenen und stimmungsvollen Abschluss  für drei Tage intensive Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte  in der „Nazi”-Zeit.

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Norbert Wickert

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Gurs

Gedenkfahrt nach Gurs vom 13. bis 15. Mai 2011

Der Bezirksverband Pfalz lädt jährlich Jugendliche aus allen Mitgliederstädten der „Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs des Lager Gurs” zu einer Fahrt nach Gurs in Südfrankreich ein, um mehr über die Geschichte des Lagers und der Deportierten zu erfahren.

Nadine und ich nahmen als Alternative zu einer normalen GFS im Fach Geschichte an dem „Gedenkbuch im Salmen”- Projekt des Stadtarchivs Offenburg teil, in dessen Rahmen die einzelnen Schicksale von zur Zeit des Nationalsozialismus in Offenburg lebenden jüdischen Bürgern aufgearbeitet und in Form einer Biografie im „Ortenauer Gedenkbuch” in der Kippenheimer Synagoge und im Salmen, der ehemaligen Synagoge von Offenburg, ausgestellt werden.

Auf Anfrage unserer Projektleiterin Ina Stirm nahmen wir die Gelegenheit wahr, als Mitglieder der Offenburger Delegation, der unter anderem Frau Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, Zeitzeugin Eva Mendelsson und ihre Tochter Susie und Kulturamtsleiter Dr. Simon Moser angehörten, zu einer Gedenkveranstaltung nach Gurs zu reisen und mit anderen Jugendlichen aus den Mitgliedsstädten der Arbeitsgemeinschaft drei eindrucksvolle Tage zu erleben. Auf unserem Programm standen unter anderem die Besichtigung des Lagergeländes, das heute ein Wald ist, durch den der „Weg der Erinnerung”, gesäumt von Informationsstelen und nachgebauten Baracken, führt, ein Besuch in der Synagoge von Pau, ein Workshop mit dem Historiker Roland Paul, der uns Einzelschicksale näherbrachte, ein Zeitzeugengespräch mit Eva Mendelsson und die Gedenkveranstaltung mit den offiziellen Delegationen aus Deutschland und Frankreich auf dem Friedhof des Lagers Gurs.

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Das Internierungslager Camp de Gurs am Rande der Pyrenäen wurde vor dem zweiten Weltkrieg zur Unterbringung von politischen Flüchtlingen und spanischen Brigadisten und ab dem 22. Oktober 1940 zur Internierung von Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland sowie anderen „Unerwünschten” benutzt. Insgesamt waren es 6.504 deportierte Personen; obwohl das Lager keine Tötungseinrichtung wie Auschwitz war starben jeden Tag auf Neue Internierte an den unmenschlichen Lebensbedingungen. Kälte, Ungeziefer, Krankheiten, die Enge und die ungeheuren Schlammmassen machten das Lager zur Endstation für Alte, Kranke und geschwächte Personen. Für viele war das Lager eine Zwischenstation auf dem Weg nach Auschwitz, andere konnten ausreisen oder wurden vom Schweizer Kinderhilfswerk „Oeuvre de secours aux enfants” gerettet. Zu letzteren zählt Eva Mendelsson, die als Neunjährige deportiert worden war. Sie überlebte und teilt ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Jugendlichen, um ihnen die Augen zu öffnen und sie zu ermutigen: „Ihr müsst aufmerksam sein und immer gleich eingreifen, wenn Schwächere oder Minderheiten bedroht werden.”

Von Nadine Walter und Lisa Decker

(Geschichtskurs Herr Wickert)

 

 

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Reise ins Mittelalter

Reise ins Mittelalter

Klasse 7a auf Geschichtsexpedition in Freiburg

Am letzten Schultag vor den Osterferien waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a mit ihren Lehrern Frau Reister, Herr Wickert und der Praktikantin Julia Weizmann, die den Auflug perfekt vorbereitet hatte, in Freiburg. Die Stadt im Breisgau, die im Jahre 1122 von einem Zähringer-Herzog in der Hoffnung auf Vermehrung des eigenen Wohlstandes gegründet worden war, bietet auch heute noch spannende Einblicke in Struktur spätmittelalterichen Stadt. Grund genug also, um in der Münsterstadt im Rahmen des Geschichtsunterrichts vor Ort bei einem Rundgang eine konkrete Vorstellung vom Leben der mittealterlichen Menschen zu bekommen. Die Städtetour mit gut vorbereiteten Vorträgen dauerte mehr als zwei Stunden, föderte überraschene Details wie die Funktion der Freiburger “Bächle” als Müllentsorger zu Tage und führte u. a. vorbei an Rathaus, Franziskanerkloster, Handwerkerviertel und imposanten Stadttoren hin zum prachtvollen Freiburger Münster mit seinen gotischen Schätzen. Beeindruckt und zufrieden ließen die Schüler ihre Eindrücke auf der Rückfahrt mit dem Doppeldecker-Zug in lebhaften Gesprächen und Diskussionen Revue passieren.

Norbert Wickert

 

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Breisach

OKEN in Breisach:

Im Dreißigjährigen Krieg hart umkämpft

Breisach/Offenburg. Zumeist im Schatten Freiburgs stand die „Europastadt” Breisach dennoch häufig im Brennpunkt deutscher und europäischer Politik. Stolz auf einem Felsen über dem Rhein thronend hat die „Mutter des Breisgau” in den 4000 Jahren ihrer Geschichte schon so manche historische Stunde erlebt. Insbesondere im Dreißigjährigen Krieg, als der protestantische Heerführer Herzog Bernhard von Weimar die Stadt nach einer monatelangen Belagerung und schrecklichen Aushungerung Breisach eroberte.

All dies war Grund genug, um mit den Schülern der Klasse 7d des Oken-Gymnasiums im Rahmen ihres Projekts zum Thema: Dreißigjährigerer Krieg am vergangenen Dienstag einen Ausflug in die idyllische Grenzstadt am Rhein zu machen. Im Rahmen einer Stadtführung wurden die aufmerksamen Oken-Schüler über die aufwändigen Befestigungsanlagen, die stadtzentrale Wasserversorgung am Radbrunnen sowie über die Schätze und Kostbarkeiten des Breisacher Münsters anschaulich und kompetent informiert, ehe es nach einem Besuch des Stadtmuseums, einem aus der Zeit Ludwigs XIV. stammenden Stadttor zum Abschluss an den nahegelegenen Rhein ging, um dort gemeinsam ein kühlendes Bad zu nehmen. Zur Belohnung für die unter Extrembedingungen stattgefundene Exkursion gab´s abschließend für alle ein leckeres Eis beim Italiener.

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Text: N. Wickert Foto: B. Wilcke

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Zeitzeugengespräch

Zeitzeugengespräch

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Am vergangenen Donnerstag fand auf Einladung der Fachschaft Geschichte des Oken-Gymnasiums ein Zeitzeugengespräch in der Mensa des Schulzentrums Nordwest statt. Zu Gast war Dr. Sebastian Pflugbeil aus Berlin, der vor ca. 150 Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 über die Bürgerrechtsbewegung in der DDR, die Ereignisse des Mauerfalls sowie die Zeit unmittelbar danach referierte und für Fragen zur Verfügung stand. gs_zeitzeugen09_pflugbeil

Pflugbeil ist Physiker, war in der Wendezeit Mitbegründer des Neuen Forums und in der letzten DDR-Regierung vor den Volkskammerwahlen 1990 Minister, also mitten im Geschehen dieser bewegten Zeit vor 20 Jahren.

 

Zu Beginn stellte Thomas Müller-Teufel vom Oken-Gymnasium durch nüchterne Fakten in eindringlicher Weise das Wesen des Staates DDR als Diktatur und Unrechtsstaat dar. Mit Hilfe von Schülern wurden dann die revolutionären Ereignisse vor dem Mauerfall allen ins Gedächtnis gerufen, um dem Gast danach die Möglichkeit zu bieten, seine Rolle in der Zeit darzustellen.

 

Pflugbeil erwies sich dabei als faszinierender Erzähler, der leise, aber eindrücklich eine Zeit und eine politische Situation lebendig werden ließ, wie sie einmaliger nicht sein konnte! Er beschrieb zunächst seine Herkunft aus einer Kirchenmusikerfamilie „am Rande der DDR-Gesellschaft”, seinen Werdegang ohne FDJ- oder Parteimitgliedschaft, aber trotzdem mit Abitur, Studium und Universitätskarriere – für ihn war es ein Glück und keineswegs der Regelfall, in einer „Nicht-Eiszeit” diese Schritte gehen zu können. Anschaulich schilderte er die Alltäglichkeit von Überwachung wie beispielweise durch die Verwanzung der Wohnung und Kontrolle durch Nachbarn, die Stasispitzel waren: „Dinge an die man sich gewöhnt”. gs_zeitzeugen09_schuelerPflugbeil weiß aber auch zu schätzen, dass ihm eine schlimmere Auseinandersetzung mit der Staatsgewalt erspart blieb, „sonst wäre er vielleicht ein anderer”. Intensiv widmete Pflugbeil sich der Konstituierung des Neuen Forums als Gremium, welches den Dialog mit der DDR-Führung suchte und diese nicht abschaffen, sondern gerechter machen wollte. Verständlich, dass ihn der Mauerfall nicht mit Euphorie erfüllt hat, endete doch damit ein Prozess einmaliger demokratischer Diskussion unter den Verlockungen von „Coca-Cola und Bananen”. Es habe eine Kluft bestanden zwischen denjenigen, die einfach nur weg wollten – auch aus eher schlichten Beweggründen – und denjenigen, die versuchten eine Veränderung des Systems der DDR herbeizuführen. Für Pflugbeil stand eine endgültige Ausreise nie zur Diskussion, auch nicht kurz vor dem Mauerfall beim Verwandtenbesuch im Westen. Überhaupt betrachtet er das Handeln der damals politisch Verantwortlichen in Ost und West sehr kritisch, gerade wenn es um die Wiedervereinigung ging, hat sie doch nach Pflugbeils Ansicht viele Ansätze von wahrer demokratischer Gerechtigkeit unter den Versprechungen von Konsum und wirtschaftlicher Prosperität begraben. Er vermisst die hohe Diskussionskultur der Wendezeit und der Runden Tische, geht sogar soweit die Vertuschung bzw. Verniedlichung von aktuellen Störfällen in deutschen Atomkraftwerken mit der gezielten Desinformationspolitik der DDR-Führung zu vergleichen – eigentlich kontroverser Gesprächsstoff für viele Stunden!

 

Den anwesenden Schülern konnte er auf seine authentische, aber keineswegs emotionslose Art nur raten „sich nicht für dumm verkaufen zu lassen” und die Tagespolitik kritisch und mit gesundem Menschenverstand zu hinterfragen.

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Die Habsburger

Projekttage der Klasse 7a: “Die Habsburger”

In den drei Tagen vor den Pfingstferien waren am ganzen Oken-Gymnasium Projekttage. Wir, die Klasse 7a, hatten das Projekt „ Die Habsburger”.

Deshalb besuchten wir die Ausstellung „Dürer, Tizian, Velazquez – Die Künstler der Kaiser” im Museum Frieder Burda in Baden – Baden. Diese Ausstellung hat uns einen Einblick in das Leben gegen Ende des Mittelalters gegeben. Das hat uns allen viel Spaß gemacht.

Als Einführung hielt Frau Bakowsky eine 2 stündige Geschichtsstunde über diese wichtige Kaiserdynastie, über die nur 2 Seiten in unserem Geschichtsbuch geschrieben sind. Die Habsburger waren im Mittelalter eine berühmte Kaiserdynastie des heiligen römischen Reiches deutscher Nation. Ihr großes Reich kam nicht nur durch gewonnene Kriege zustande, sondern durch Heiratspolitik. Das heißt, dass das Reich durch die Heirat vergrößert wird. Die Kinder bekommen dann das bereits vorhandene Reich des Vaters und das neu dazu gewonnene Reich der Mutter. Es waren meistens keine Liebesheiraten, sondern von den Eltern geplante Heiraten zur Vergrößerung des Reichs. Dadurch beherrschte Karl V. ein Reich, in dem die Sonne nie unterging. Er herrschte in Österreich, Böhmen, Ungarn, Polen, im Burgund, in Spanien, und in Portugal. Durch die Länder Spanien und Portugal gewann er auch Kolonien in Südamerika.

Sein berühmtester Spruch war:Bella gerant alii, tu felix, austria nube. (Kriege mögen andere führen, du glückliches Österreich heirate.)

Die Herrschaft der Habsburger wurde durch den 30jährigen Krieg und durch den Thesenanschlag von Martin Luther mehrmals in Frage gestellt.

Die Habsburger waren leidenschaftliche Sammler. Sie sammelten allerlei Kunst, vor allem aber Gemälde und Exotica, die sie in ihren Schlössern und Kunstkammern ausstellten. Viele dieser kostbaren Gegenstände und Bilder sind im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellt, das seine Exponate dem Frieder Burda Museum in Baden-Baden ausgeliehen hat.

Am ersten Tag waren wir noch zwei Stunden im Computerraum. Wir besuchten die Website des Kunsthistorischen Museums in Wien. Dort schauten wir uns Bilder vom Museum und Bilder von den Schätzen an. Die beeindruckendsten Schätze waren der Elefantenstuhl, eine Pokal aus Kokosnüssen und die Stadt aus Korallen. Danach informierten wir uns über die Familie, die Jugend, den Charakter und die Wahlsprüche von Erzherzog Rudolf, dem Sohn des Kaisers Maximilian II. Er war einer der bedeutendsten Sammler der Habsburger. Außerdem schauten wir uns noch Rudolf II an. Dieser sammelte unter anderem Bücher, Münzen, Skelette, Mineralien, Globen und vieles mehr. Wir erfuhren Wissenswertes über das Schloss Ambras in Tirol, in dem es Produkte der Natur und Artefakte gibt, die die Habsburger dort ausgestellt haben.

Das Frieder Burda Museum, das wir am nächsten Tag besuchen wollten, wurde vom amerikanischen Star-Architekten Richard Meier entworfen. Deshalb studierten wir im Internet seine Biographie und schauten uns schöne weisse Bauwerke an, wie z.B. Museen, Kirchen oder Privathäuser. Neben dem Museum in Baden-Baden zählt auch das Daimler-Benz Forschungszentrum in Ulm zu seinen bekanntesten Werken.

Am 2. Tag fuhren wir mit dem Zug nach Baden-Baden, um das Frieder Burda Museum zu besuchen. Wir liefen durch einen schönen Park zum Museum. Das Frieder Burda Museum ist ein riesiges, weißes, verglastes, würfelförmiges Gebäude.

Die Museumspädagogin gab uns zuerst wichtige Informationen über die Habsburger, danach begann die Führung. In dem Museum sind viele prachtvolle Gegenstände, z.B. ein Krug aus Elfenbein, goldverziertes Besteck und eine Badeschale aus Perlmut ausgestellt. Es werden auch wertvolle Bilder gezeigt, meistens Portraits der Habsburger auch im Kindesalter. Man schickte sie an andere Höfe um damit eine Heirat anzubahnen.

Ein wichtiges Gemälde ist „ Der Rosenkranzaltar von Albrecht Dürer” dieses Bild wurde über die Alpen transportiert. Am interessantesten waren aber die riesigen Tapisserien, Wandteppiche, sie sind in feinsten Fäden und Farbabstufungen gewebt über ca. 5 mal 6 Meter, sie stellen die Kriegszüge Karls des 5. Gegen die Türken dar.

Leider wurden die riesigen Fenster des hellen Museums verdunkelt, aus denen man auf den Park sehen konnte, da die alten Gemälde das Licht nicht vertragen. Dafür sahen wir aber Frieder Burda persönlich, der zufällig sein Museum besuchte.

Nach der Führung hatten wir noch eine Stunde Mittagspause, in der wir Eis essen gingen und eine Wasserschlacht machten. Danach fuhren wir nach Hause.

Insgesamt waren es drei tolle informationsreiche Tage, in denen wir viel über die Habsburger erfahren haben. Wir werden sicher in der nächsten Zeit anders über Museen denken; sie sind eigentlich auch etwas für Siebtklässler und können sehr interessant sein.

Die Texte wurden geschrieben von Rilana Fuhri, Luisa Tschopp, Janine Matt, Tillmann Huber und Benni Eller.

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Struthof

Struthof-Natzweiler

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Die Klassen 9 und 10 des Oken-Gymnasiums besuchten am Freitag, 10. Juli 2009, das Konzentrationslager Struthof-Natzweiler im Elsaß und setzten sich dort mit den schrecklichen Verbrechen des NS-Regimes auseinander.