Schueler

Augusta Raurica

Die Lateiner aus Klasse 7 in Augusta Raurica – Den alten Römern  auf der Spur

Basel/Offenburg. Alle Lateinschüler aus den 7. Klassen waren kürzlich im beschaulichen Kaiseraugst, bei den alten Römern besser bekannt als Augusta Raurica. Die ehemalige  Veteranensiedlung für altgediente römische Soldaten hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer ansehnlichen und wohlhabenden Römerstadt unweit der Metropole Basel entwickelt. Seine Berühmtheit verdankt der Ort nicht zuletzt einem geheimnisvollen Brunnenschacht,  dem größten Silberschatz der Antike und dem besterhaltenen antiken Theater nördlich der Alpen. Grund genug also für die Lateinlehrer Tanja Röderer, Sascha Ries und Norbert Wickert, ihren Schülern auf dem weitläufigen Ausgrabungsgelände mit seinen z. T. guterhaltenen Überresten aus der Antike spannende Geschichte zum Erleben und Anfassen zu präsentieren. Den Schülerinnen Inga Bohnsack und Melina Ehret blieb es vorbehalten, die aufmerksame Zuhörerschaft vor der imposanten Kulisse des römischen Theaters kompetent und  souverän über die spannende und wechselvolle Geschichte der Römerstadt zu  informieren. Mit dabei auch der Lateinschüler Felix Eberle, der auf einen unvergesslichen Tag wie folgt zurückblickte:

Empfehlenswerte Exkursion nach Kaiseraugst

“Heute sind wir (die Klassen 7a-d ) mit Frau Röderer, Herr Ries und Herr Wickert in die Schweiz nach Kaiseraugst gefahren. Kaiseraugst war zur Zeit der römischen Herrschaft eine relativ große Stadt mit etwa 20 000 Einwohnern. Schon vier Jahrzehnte vor Christus errichtete ein römischer Feldherr eine kleine Kolonie. Durch den Bevölkerungszuwachs wuchs die Stadt immer weiter. Gründe dafür waren zum Beispiel der starke Warenverkauf und die Bauern die zu immer größeren Zahlen den Rhein überquerten.

Als wir in Augst angekommen sind, durften wir uns in Kleingruppen auf dem Gelände frei bewegen. Wir konnten dort die römischen Anlagen, die zum Teil noch sehr gut erhalten waren, besichtigen. Dazu mussten wir einen kleinen Aufgabenbogen ausfüllen, für den wir etwa zwei Stunden Zeit hatten. Es gab dort zum Beispiel ein Amphitheater, einen Tempel, ein Theater und ein Lapidarium. In einem Theater fanden zum Beispiel Schauspiele statt, bei denen nur Männer mitspielen durften, denn Frauen hatten damals noch nicht so viele Rechte wie heute. Um in der Vorstellung aber auch weibliche Rollen spielen zu können, haben die Schauspieler Masken verwendet. Außerdem fanden im Amphitheater Gladiatorenkämpfe statt. Damals gab es viele verschiedene Arten von Gladiatoren. Zum Beispiel den Murmillo, den Thraex, den Retiarius und den Hoplomachus. Der Murmillo und der Thraex waren eher defensiv, Der Retiarius und der Hoplomachus waren hingegen eher für den Angriff geeignet, da sie größere Waffen und kleinere Schilde hatten. Das Ziel eines jeden Gladiatoren war es, den Gegner in einem spannenden und attraktiven Kampf zu besiegen. Dabei musste möglichst viel Blut fließen, damit die Zuschauer beim nächsten Kampf wieder auf ihrer Seite waren.

Am besten gefallen hat mir das Hörspiel, das in dem Amphitheater abgespielt wurde. Dort hat man viele interessante Infos erfahren, wie die Gladiatoren zu dieser Zeit lebten und kämpften. Sehr gut gefallen hat mir ebenfalls das Theater. Das war von allen Gebäuden am besten erhalten und zum Teil rekonstruiert, wie es zu dieser Zeit ausgesehen hat. Die Tempelanlagen, in denen die Römer zu ihren Götter gebetet und Opfergaben geopfert haben.
Insgesamt finde ich den Ausflug  sehr gelungen. Sowohl Lehrer und Schüler hatten den Tag über viel Spaß. Aus meiner Sicht kann ich jedem  einen Ausflug nach Kaiseraugst  nur  empfehlen. ”

F. Eberle und N. Wickert