Schueler
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14.11.2012: “Abi gemacht und wie geht`s dann weiter?”

Offenburger Tageblatt, 14. November 2012

Vier Studienbotschafter informierten am Okengymnasium / Umfassendes Berufsorientierungskonzept

Offenburg (red/djb). Nach dem Abi studieren, das wollen viele Oberstufenschüler. Kein leichtes Unterfangen angesichts von 15 000 Studiengängen und einer unübersichtlicher werdenden Hochschullandschaft. Dazu stellten sich am Oken-Gymnasium vier Studienbotschafter den Fragen der Schüler.
Zuerst hatten die dafür speziell geschulten Berater die Unterschiede zwischen den Hochschularten, die Bedeutung von Bachelor-/und Masterabschlüssen, die Zulassungsverfahren bis hin zu den Finanzierungsmöglichkeiten des Studiums erklärt. Anschaulich präsentierten sie dann ihre Studiengänge Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft im Bereich Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement, Medien- und Informationswesen und Soziale Arbeit. Dazu gab es Infos, wie man sich im Studium zurechtfindet und was das studentische Leben ausmacht: »Durch mein Studium konnte ich längere Zeit im Ausland verbringen. Ich kann jetzt gut Türkisch und habe in Istanbul meinen jetzigen Freund kennengelernt«, erzählte Studienbotschafterin Caroline Schnapp.
Darauf gestalteten die Oken-schüler Plakate über verschiedene Studiengänge, wozu man die vorgetragenen Infos, die Zeitschrift Studieren in Baden-Württemberg und nützliche Internetlinks einfließen ließ. Die Veranstaltung kam sehr gut an und sollte in jedem Fall der kommenden Jahrgangsstufe 1 wieder angeboten werden, so der Tenor.
»Überaus informativ«
»Jetzt weiß ich erst, was ein duales Studium ist«, äußerte Theo Zech, der vielleicht Maschinenbau studieren will, und Kira Dönnebrink, die sich für Medizin interessiert, ergänzte: »Ich fand es überaus informativ, was uns die Studienbotschafter gesagt haben.« Diese sind Teil des umfassenden Gesamtkonzepts Berufsorientierung am Oken, wozu auch ein Besuch zum Tag der offenen Tür an der Uni Freiburg gehört. Am Hochschultag selbst werden die Schüler von einem Lehrerteam begleitet, heißt es weiter.
Es sei notwendig, Schülern frühzeitig Angebote zu machen, die ihrer beruflichen Orientierung nutzen, damit so die Basis für eine sinnvolle Studienwahl geschaffen werden kann, meint dazu Frank-Jochen Saam, verantwortlich für die Berufs- und Studienorientierung am Oken. Mit ihr wird an der Schule schon früh begonnen: In Klasse 9 erkunden die Schüler während eines einwöchigen Praktikums ein Berufsfeld, das sie sich selbständig aussuchen. Für die Vor- und Nachbereitung dieses Praktikums entwickelte das Oken ein besonderes Bogy-Konzept. Bestandteil der Berufsorientierung in Klasse 9 ist dabei ein intensives Bewerbungstraining mit zwei Trainern des ABB Training Centers in Heidelberg.
In Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat wurde zudem vor einigen Jahren eine Berufsinformationsveranstaltung ins Leben gerufen, bei der verschiedene Referenten, zumeist Eltern, Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis Jahrgangsstufe 2 ihre Berufe und (Aus-) Bildungswege vorstellen. Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt. Am Freitag, 23. November, werden 18 Referenten dazu nun Einblick in ihre Berufswelt geben.

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Die Okenschüler haben Plakate zu Studiengängen im Anschluss an den Besuch der Studienbotschafter erstellt.