Schueler

1875: Gründungsjahr

Höhere Töchterschule: Aus den oberen Klassen der Mädchenvolksschule hervorgegangen

Als 1950 die 75-Jahrfeier des Okengymnasiums begangen wurde, fühlten sich manche ehemaligen Schülerinnen nicht angesprochen; sie hatten nicht erfahren, dass das „ihre“ Schule war, die frühere „Höhere Mädchenschule“, die seit 1926 Mädchenrealschule und seit 1938 Ortenauschule, Oberschule für Mädchen, geheißen hatte. Dieser Wechsel ist kennzeichnend für die hundertjährige Geschichte der Schule. Für die Zeit vor der Gründung muss man wissen, dass die gesamte Offenburger Mädchenvolksschule dem „Weiblichen Lehr- und Erziehungsinstitut Notre Dame“ unterstellt war (1823-74). Im Frühjahr 1875 beschloss der Gemeinderat der Stadt Offenburg, die oberen Klassen der Mädchenvolksschule in eine „Höhere Töchterschule“ — dies ist die allererste Bezeichnung der Anstalt — umzuwandeln.

Dass dabei die Offenburger Mädchenvolksschule und die Höhere Töchterschule in einem Schulhaus in der Wilhelmstraße vereinigt waren, davon zeugte noch lange (bis nach dem zweiten Weltkrieg) die Aufschrift: „Städtische Mädchenschulen“.

In der Anfangszeit wechselten die Schulleitern recht oft. Bis 1911 leitete Direktor Busch die Schule. Ihm folgten Ludwig Stuber 1911-1914, Josef Weber 1914-19, Dr. Melchior Mayer 1919-24.

(Quelle: O.K. – Badisches Tagblatt, 17. April 1975 (gekürzt))